Zum Schutz der Bienen

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“
Albert Einstein


Der Kampf gegen den roten Palmrüssler ist an der Küste voll entbrannt. Kaum ein Gärtner, der nicht über ein ganzes Arsenal chemischer Kampfstoffe verfügt. Und dann sind da noch die unzähligen „Palmeros“ die wie Wanderarbeiter übers Land ziehen. Und alle haben sie eine Botschaft: wir haben das ultimative Mittel im Kampf gegen den roten Palmrüssler. Und alle haben chemische Mittel eines deutschen Herstellers. Der freut sich über die rege Nachfrage aus Spanien, sind doch in vielen anderen Staaten der Europäischen Union die Mittel bereits verboten. Und das aus gutem Grunde. Studien der University of California in San Diego (2012)* haben gezeigt, dass die am häufigsten eingesetzten chemischen Mittel zu schweren Beeinträchtigungen der Tierwelt führen. Darum sind viele chemische Mittel in z.B. in Frankreich bereits seit Jahren verboten. Eine andere Studie hatte gezeigt, dass Bienen bei Kontakt mit dem Mittel die Orientierung verloren. Sie fanden nicht mehr zurück zum Stock. Eine Katastrophe wenn man bedenkt dass alle Nutzpflanzen auf diese Bestäubung angewiesen sind.
Was macht die biologische Bekämpfung anders? Biologische Methoden bedienen sich meist eines uralten Verhältnisses nämlich das des Parasiten und des Wirtes. Beim Palmrüssler übernimmt der Käfer die Rolle des Wirtes, der Pilz die Rolle des Parasiten. Parasiten sind hochspezialisiert. Sie haben nur wenige Arten als Wirte. Alle anderen Lebewesen werden nicht beeinträchtigt. Im Falle des Pilzes Beauveria bassiana sind die Wirte der rote Palmrüssler, der Dickmaulrüssler und einige Motten. Bienen werden, wie viele andere Insekten, nicht befallen. Die Bekämpfung mit biologischen Mitteln ist also sehr selektiv und genau.
Ein weiterer Vorteil der Pilzsporen ist ihre Haltbarkeit. Während chemische Mittel oft nur Tage wirksam sind und schnell von der Strahlung der Sonne zersetzt werden, Nematoden unter der Hitze leiden sind Pilzsporen relativ robust. Es reicht deshalb alle 3 Monate den Schutz zu erneuern was den etwas höheren Preis des Pilzes relativiert.
Durch einen Temperatursensor am Produkt kann der Kunde zudem erkennen ob das Mittel durch zu hohe Temperaturen beim Transport an Wirksamkeit eingebüßt hat. In diesem Fall erhält er kostenlosen Ersatz im Zuge der Qualitätssicherung.


*http://www.wissenschaftaktuell.de/artikel/Wie_ein_verbreitetes_Pestizid_Bienenvoelker_schwaecht1771015588485.html